Vor einem Alter von acht Wochen dürfen Welpen auf keinen Fall von ihrer Mutter getrennt werden (Ley 7/2023, de protección de los derechos y el bienestar de los animales).
In den ersten 4 bis 12 Lebenswochen findet die Sozialisierungsphase statt. Sie gilt als die wichtigste Entwicklungsphase im Leben eines Hundes. Die Hundemama dient in dieser Zeit als Vorbild.
Ich gebe meine Welpen zwischen 10 und 12 Wochen ab. Bei Abgabe haben die Welpen die ihrem Alter entsprechenden Impfungen, sind mehrfach entwurmt, haben Mikrochip und Europäischen Impfpass. Wenn die Welpen fliegen müssen, müssen sie die Tollwutimpfung haben. Die Tollwutimpfung wird im Alter von 3 Monaten gegeben und muss 21 Tage alt sein, bevor der Welpe offiziell reisen darf.
Gemäss des Gesetzes “Ley de bienestar animal” ist es bei Katzen obligatorisch, jedoch nicht in jedem Fall bei Hunden, sie kastrieren zu lassen. Gesetzlich verpflichtet zur Kastration sind Hunde, die adoptiert werden. Ebenso kastriert werden müssen nach tierärtlichem Entscheid Hunde mit hormonellen Problemen oder Agressionsverhalten.
Ihr Tierarzt sollte Sie über Vor- und Nachteile der Kastration beim Hund aufklären.
Vorteile:
- sichere, dauerhafte Empfängnisverhütung
- Verschwinden von Läufigkeitssymptomen wie blutiger Ausfluss oder Scheinträchtigkeit (Hündinnen),
- Ausbleiben des Präputialkatarrh bei Rüden (milchig-gelblicher Ausfluss), Schutz vor bestimmten Erkrankungen wie Gesäugetumore, Hodenkrebs und Prostata-Beschwerden. Bei Hündinnen allerdings nur bei Frühkastration
- Abnahme von Aggressionsverhalten, das im Zusammenhang mit dem Sexualtrieb steht, z. B. keine Aggressionen gegenüber potenten Rüden oder läufigen Geschlechtsgenossinnen
Nachteile:
- Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt des Tieres mit weitreichenden Folgen für Körper und Psyche, besonders problematisch bei Frühkastrationen
- Neigung zu Übergewicht (häufig bei Labrador Retriever, Cocker und Beagle)
- höheres Risiko von Harninkontinenz (besonders bei Hündinnen größerer Rassen
- Veränderung der Haarstruktur
Die Sozialisationsphase des Welpen beginnt ungefähr am 21. Lebenstag, einem Zeitpunkt, zu dem sich der vierbeinige Nachwuchs noch bei seiner Mutter und in verantwortungsvoller Züchterhand befindet.
Da sich in dieser Zeit die Basis für das zukünftige Verhalten des Hundes bildet, lege ich Wert darauf, meinen Welpen einfühlsam erste lehrreiche Eindrücke zu vermitteln. Beim Pudel besonders wichtig ist die frühe Gewöhnung an die Fellpflege (ich lasse die Schermaschine in ihrer Nähe laufen und streichle mit der Rückseite ihren Körper, damit sie das Geräusch und die Vibration kennenlernen).
Bei alledem ist ein einfühlsames, schrittweises Vorgehen erforderlich, damit man den Welpen nicht überfordert. Ruhe- und Entspannungsphasen müssen vom Hund ebenfalls erlernt werden.
Meinen Welpen haben Kontakt zu Artgenossen (unser Rudel), anderen Haustieren (unsere Katzen und Hühner) und verschiedenen Personen (Erwachsene und Kinder, Besucher unsere Cafés im Dorf…).
Ebenso wichtig wie diese Kontakte, sind während der Sozialisierungsphase Erfahrungen wie Autofahrten, ein Besuch in der Tierarztpraxis, das Erleben unterschiedlicher Untergründe, des Staubsaugers, des Fernsehers…
Ich nehme meine Welpen in verschiedenen Konstellationen (alleine, mit Geschwistern, mit erwachsenem Rudelmitglied…) mit ins Dorf in unser Café. Damit üben wir Autofahren, lernen verschiedene Geräusche des Dorfes und des Cafés kennen (Autos, Motorräder, schreiende Kinder, Kaffeemaschine), trainiren an der Leine laufen (vom Parkplatz zum Café), geniessen Streicheleinheiten unterschiedlicher Menschen... Die Kleinen schlafen häufig im Café ein, womit auch Ruhe- und Entspannungsphasen abgedeckt sind.
Was in den ersten Wochen bei mir als Züchterin begann, sollte anschliessend die neue Familie des Hundes nach der Eingewöhnung fortsetzen. Der Welpe sollte sich bereits in seinem neuen Zuhause geborgen fühlen, bevor die nächsten Herausforderungen nahen. Alles sollte in einem abgesicherten Umfeld, einfühlsam und mit viel Geduld erfolgen, damit der Vierbeiner die neuen Erfahrungen als positives Erlebnis in Erinnerung behält. Das ermöglicht ihm, später darauf aufzubauen und sich auch in bislang unbekannten Situationen souverän zurechtzufinden.
Verantwortungsvolle Zucht ist die langfristige Verpflichtung, Rassehunde mit Ahnentafel zu züchten, um die Rasse zu erhalten, zu fördern und zu verbessern. Sie erfordert ein Verständnis der Genetik, eine sorgfältige Planung der Zuchtauswahl und stellt das Wohl der Hunde stets in den Mittelpunkt.
Ich züchte meine Pudel verantwortungsbewusst. Sie leben gemeinsam mit der Familie und dem Rudel im Haus, erhalten eine kontinuierliche Betreuung, eine frühe Sozialisierung sowie alle
notwendigen Maßnahmen für eine gesunde Entwicklung.
Ich züchte in kleinem Rahmen, und meine Hündinnen haben nur eine begrenzte Anzahl von Würfen.
Alle meine Zuchthunde verfügen über ein DNA-Profil zur Abstammungsüberprüfung, genetische Gesundheitstests zum Ausschluss erblich bedingter Erkrankungen sowie regelmäßige
tierärztliche Kontrollen. Dadurch werden das Wohlergehen unserer Hunde und die Qualität der Welpen bestmöglich gewährleistet.
Ziel einer Hundeausstellung ist es Hunde zu ermitteln, die dem Rassestandard entsprechen. Ein Hund wird immer nach seinem Standard gerichtet. Der Standard ist die vom Ursprungsland festgelegte Beschreibung eines Hundes, wo alle bevorzugten optischen Merkmale einer Rasse angeführt sind. Im Standard ebenso vermerkt ist eine kurze Beschreibung des geschichtlichen Abrisses einer Rasse und des Charakters, sowie Zucht-ausschließender Merkmale.
Somit werden in Hundeausstellungen Hunde ermittelt, die als geeignet für die Zucht in Betracht kommen.
Zudem ist es für Hundezüchter ein guter Schauplatz, um neue Rassevertreter kennenzulernen und natürlich für Rasseinteressierte, um sich bei Haltern und Züchtern ihrer bevorzugten Rasse zu informieren.
Ich habe einige Ausstellungen als Besucherin und mit jedem meiner Hunde zwischen einer und drei Ausstellungen als Ausstellerin besucht. Ich stelle meine Hunde nur ungern aus, nicht, weil ich fürchte sie entsprächen nicht dem Standard. Mir gefällt das Ganze drum herum nicht. Ich stelle meine Hunde nur aus, damit einmal ein Richter ein Urteil gibt. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass die Richterurteile sehr objektiv sind. Um wirklich eine aussagekräftige Bewertung zu haben, muss ein Durchschnitt mehrer Bewertungen gemacht werden, ausser es gibt natürich klare Zucht-ausschliessende Merkmale.
Ich lebe mit meinen Familienpudeln auf dem Land. Für die Ausstellungen werden bestimmte Schuren vorgeschrieben, die nicht kompatibel sind mit unserem Leben. Ausserdem werden meiner Ansicht nach in der Hundeausstellung leider auch Dinge mitbewertet, die NICHT dem Rassestandard eines Hundes entsprechen (Kleidung des Ausstellers, Teilnahmehäufigkeit an Ausstellungen, Erfahrung des Ausstellers, Frisur des Tieres…) Ich fühle mich leider sehr unwohl in diesem Rummel, deshalb stelle ich ungern und eigentlich nur aus, um nicht in die Kategorie zu fallen: «traut sich nicht ihre Hunde dem kritischen Urteil eines Richters zu präsentieren».
Ich möchte klarstellen, dass mir Pudel in Ausstellungsschuren durchaus gefallen und ich die Arbeit der Pudelhalter- und aussteller bewundere. Ich gehe aber grundsätzlich davon aus, dass Hunde mit korrekter Ahnentafeln, die korrekt gezüchtet wurden und die Gentests und Gesundheitstest vorweisen können, eigentlich dem Rassestandard entsprechen müssten und es bei Ausstellungen letztlich mehr um Preise und Titel geht.
Ein wöchentliches Bürsten und die Überprüfung ob mit einem Kamm beugt Verfilzungen vor.
Ein Sprüh-Conditioner erleichtert die Fellpflege, indem er Ziepen verhindert und dem Fell Glanz und Feuchtigkeit verleiht. Zum Entfernen von Knoten empfiehlt sich ein Entfilzungsspray.
