Generell


Hundesalon/ Groomer
Das Pudelfell ist kein Fell im klassischen Sinn. Es ist Haar und fällt nicht von selbst aus. Pudel müssen daher regelmässig (alle 2-3 Tage) gebürstet werden, damit das Haar nicht verfilzt.
Es gibt tückische Stellen, die man leicht vergisst: Hinter den Ohren, unter den Achseln, zwischen den Hinterbeininnenseiten und um die Rute herum.
Alle 6 bis 8 Wochen sollten Pudel geschoren werden.
Anbei eine Liste von Groomern in Spanien, zu denen Pudel aus unserer Zucht "de los Martillos" gehen oder ich persönlich empfehlen kann.
Barcelona (Igualada): Alejandro Cenizo Groomer
Madríd (Leganés): J'a Dog Pet grooming
Tenerife (La Laguna): DECOMASCOTAS M&B PELUQUEROS CANINOS
In welchem Alter dürfen die Welpen in ihr neues zu Hause?

 

Vor einem Alter von acht Wochen dürfen Welpen auf keinen Fall von ihrer Mutter getrennt werden (Ley 7/2023, de protección de los derechos y el bienestar de los animales).

In den ersten 4 bis 12 Lebenswochen findet die Sozialisierungsphase statt. Sie gilt als die wichtigste Entwicklungsphase im Leben eines Hundes. Die Hundemama dient in dieser Zeit als Vorbild.

 

Ich gebe meine Welpen zwischen 10 und 12 Wochen ab. Bei Abgabe haben die Welpen die ihrem Alter entsprechenden Impfungen, sind mehrfach entwurmt, haben Mikrochip und Europäischen Impfpass. Wenn die Welpen fliegen müssen, müssen sie die Tollwutimpfung haben. Die Tollwutimpfung wird im Alter von 3 Monaten gegeben und muss 21 Tage alt sein, bevor der Welpe offiziell reisen darf.


Kastration

Gemäss des Gesetzes “Ley de bienestar animal” ist es bei Katzen obligatorisch, jedoch nicht in jedem Fall bei Hunden, sie kastrieren zu lassen. Gesetzlich verpflichtet zur Kastration sind Hunde, die adoptiert werden. Ebenso kastriert werden müssen nach tierärtlichem Entscheid Hunde mit hormonellen Problemen oder Agressionsverhalten.

Ihr Tierarzt sollte Sie über Vor- und Nachteile der Kastration beim Hund aufklären.

Vorteile:

-        sichere, dauerhafte Empfängnisverhütung

-        Verschwinden von Läufigkeitssymptomen wie blutiger Ausfluss oder Scheinträchtigkeit (Hündinnen),

-        Ausbleiben des Präputialkatarrh bei Rüden (milchig-gelblicher Ausfluss), Schutz vor bestimmten Erkrankungen wie Gesäugetumore, Hodenkrebs und Prostata-Beschwerden. Bei Hündinnen allerdings nur bei Frühkastration

-        Abnahme von Aggressionsverhalten, das im Zusammenhang mit dem Sexualtrieb steht, z. B. keine Aggressionen gegenüber potenten Rüden oder läufigen Geschlechtsgenossinnen

Nachteile:

-        Eingriff in den natürlichen Hormonhaushalt des Tieres mit weitreichenden Folgen für Körper und Psyche, besonders problematisch bei Frühkastrationen

-        Neigung zu Übergewicht (häufig bei Labrador Retriever, Cocker und Beagle)

-        höheres Risiko von Harninkontinenz (besonders bei Hündinnen größerer Rassen

-        Veränderung der Haarstruktur

Kauf von Hundeartikeln in Spanien (Shampoo, Conditioner, Schermaschine, Bürsten, Kämme, Blower, Ohrenlotionen...)

Neues zu Hause

Sozialisierung
Die wichtigste Zielsetzung der Sozialisierung ist ein selbstbewusster und selbstverständlicher Umgang des Hundes mit alltäglichen Situationen

Die Sozialisationsphase des Welpen beginnt ungefähr am 21. Lebenstag, einem Zeitpunkt, zu dem sich der vierbeinige Nachwuchs noch bei seiner Mutter und in verantwortungsvoller Züchterhand befindet.

Da sich in dieser Zeit die Basis für das zukünftige Verhalten des Hundes bildet, lege ich Wert darauf, meinen Welpen einfühlsam erste lehrreiche Eindrücke zu vermitteln. Beim Pudel besonders wichtig ist die frühe Gewöhnung an die Fellpflege (ich lasse die Schermaschine in ihrer Nähe laufen und streichle mit der Rückseite ihren Körper, damit sie das Geräusch und die Vibration kennenlernen).

Bei alledem ist ein einfühlsames, schrittweises Vorgehen erforderlich, damit man den Welpen nicht überfordert. Ruhe- und Entspannungsphasen müssen vom Hund ebenfalls erlernt werden.

Meinen Welpen haben Kontakt zu Artgenossen (unser Rudel), anderen Haustieren (unsere Katzen und Hühner) und verschiedenen Personen (Erwachsene und Kinder, Besucher unsere Cafés im Dorf…).

Ebenso wichtig wie diese Kontakte, sind während der Sozialisierungsphase Erfahrungen wie Autofahrten, ein Besuch in der Tierarztpraxis, das Erleben unterschiedlicher Untergründe, des Staubsaugers, des Fernsehers…

Ich nehme meine Welpen in verschiedenen Konstellationen (alleine, mit Geschwistern, mit erwachsenem Rudelmitglied…)  mit ins Dorf in unser Café. Damit üben wir Autofahren, lernen verschiedene Geräusche des Dorfes und des Cafés kennen (Autos, Motorräder, schreiende Kinder, Kaffeemaschine), trainiren an der Leine laufen (vom Parkplatz zum Café), geniessen Streicheleinheiten unterschiedlicher Menschen... Die Kleinen schlafen häufig im Café ein, womit auch Ruhe- und Entspannungsphasen abgedeckt sind.

Was in den ersten Wochen bei mir als Züchterin begann, sollte anschliessend die neue Familie des Hundes nach der Eingewöhnung fortsetzen. Der Welpe sollte sich bereits in seinem neuen Zuhause geborgen fühlen, bevor die nächsten Herausforderungen nahen. Alles sollte in einem abgesicherten Umfeld, einfühlsam und mit viel Geduld erfolgen, damit der Vierbeiner die neuen Erfahrungen als positives Erlebnis in Erinnerung behält. Das ermöglicht ihm, später darauf aufzubauen und sich auch in bislang unbekannten Situationen souverän zurechtzufinden. 


Stammbaum/ Pedigree
Ein Pedigree ist die Ahnentafel eines Hundes, also eine dokumentierte Übersicht über die Abstammung über mehrere Generationen. In der Hundezucht gilt es als eines der wichtigsten Dokumente überhaupt, weil es Zuchtwert, Herkunft, Linienführung und Gesundheitsdaten auf einen Blick sichtbar macht.
Ein Pedigree ist mehr als ein blosser Herkunftsnachweis. Es ist die Planungsgrundlage für jede seriöse Zucht.
Verantwortunsvoll züchten

Verantwortungsvolle Zucht ist die langfristige Verpflichtung, Rassehunde mit Ahnentafel zu züchten, um die Rasse zu erhalten, zu fördern und zu verbessern. Sie erfordert ein Verständnis der Genetik, eine sorgfältige Planung der Zuchtauswahl und stellt das Wohl der Hunde stets in den Mittelpunkt.

Ich züchte meine Pudel verantwortungsbewusst. Sie leben gemeinsam mit der Familie und dem Rudel im Haus, erhalten eine kontinuierliche Betreuung, eine frühe Sozialisierung sowie alle notwendigen Maßnahmen für eine gesunde Entwicklung.

Ich züchte in kleinem Rahmen, und meine Hündinnen haben nur eine begrenzte Anzahl von Würfen.
Alle meine Zuchthunde verfügen über ein DNA-Profil zur Abstammungsüberprüfung, genetische Gesundheitstests zum Ausschluss erblich bedingter Erkrankungen sowie regelmäßige tierärztliche Kontrollen. Dadurch werden das Wohlergehen unserer Hunde und die Qualität der Welpen bestmöglich gewährleistet.

pudel

Farben des Pudels
Die Fédération Cynologique Internationale erkennt 6 offizielle Farbvarianten bei der Pudelrasse an:
Schwarz – Ein intensives, reines und einheitliches Schwarz. Es dürfen keine Haare anderer Farbe vorhanden sein. Nase und Lidrand sind schwarz.
Weiss – Eine saubere Farbe ohne jegliche andere Farbanteile. Weiße Welpen werden weiß geboren. Nase und Lidrand sind schwarz.
Braun – Alle Welpen werden braun geboren, wobei das Fell mit zunehmendem Alter oft etwas an Intensität verliert. Nase und Lidrand haben eine leberfarbene Pigmentierung.
Grau – Die Welpen werden schwarz geboren und beginnen etwa ab der 6. Lebenswoche die Farbe zu wechseln. Die Farbe hellt nach und nach auf, bis ein grau-/silberfarbener Ton erreicht ist. Nase und Lidrand sind schwarz.
Fawn (Apricot) – Es gibt Farbtöne von intensivem Rot bis Creme; einige verlieren so viel Farbe, dass sie beinahe weiß erscheinen können. Die Welpen sind bei der Geburt immer dunkler und können bis ins Erwachsenenalter aufhellen. Die Nase und Lidränder sollen möglichst dunkel sein, bevorzugt schwarz pigmentiert.
Weitere Farben: Schwarz und Apricot | Braun und Apricot | Dreifarbig | Braun Tuxedo | Schwarz Tuxedo | Schwarz Parti | Braun Parti | Grau Parti | Apricot Parti | Gestromt | Gestromt und Weiß

FCI Pudel - Standard
Grössen des Pudels
Der Pudel wird von der FCI in vier offiziell anerkannte Grössen unterteilt. Die Grösse wird immer in einer senkrechten Linie vom Boden bis zum Widerrist gemessen.
Grosspudel: Über 45 cm bis 60 cm, mit einer Toleranz von 2 cm nach oben
Kleinpudel: Über 35 cm bis 45 cm
Zwergpudel: Über 28 cm bis 35 cm
Toypudel: Über 24 cm (mit einer Toleranz von minus 1 cm) bis 28 cm (der Idealtyp liegt bei 25 cm)

Ziel einer Hundeausstellung ist es Hunde zu ermitteln, die dem Rassestandard entsprechen. Ein Hund wird immer nach seinem Standard gerichtet. Der Standard ist die vom Ursprungsland festgelegte Beschreibung eines Hundes, wo alle bevorzugten optischen Merkmale einer Rasse angeführt sind. Im Standard ebenso vermerkt ist eine kurze Beschreibung des geschichtlichen Abrisses einer Rasse und des Charakters, sowie Zucht-ausschließender Merkmale.

Somit werden in Hundeausstellungen Hunde ermittelt, die als geeignet für die Zucht in Betracht kommen. 

Zudem ist es für Hundezüchter ein guter Schauplatz, um neue Rassevertreter kennenzulernen und natürlich für Rasseinteressierte, um sich bei Haltern und Züchtern ihrer bevorzugten Rasse zu informieren.

Ich habe einige Ausstellungen als Besucherin und mit jedem meiner Hunde zwischen einer und drei Ausstellungen als Ausstellerin besucht. Ich stelle meine Hunde nur ungern aus, nicht, weil ich fürchte sie entsprächen nicht dem Standard. Mir gefällt das Ganze drum herum nicht. Ich stelle meine Hunde nur aus, damit einmal ein Richter ein Urteil gibt. Dabei ist mir durchaus bewusst, dass die Richterurteile sehr objektiv sind. Um wirklich eine aussagekräftige Bewertung zu haben, muss ein Durchschnitt mehrer Bewertungen gemacht werden, ausser es gibt natürich klare Zucht-ausschliessende Merkmale.

Ich lebe mit meinen Familienpudeln auf dem Land. Für die Ausstellungen werden bestimmte Schuren vorgeschrieben, die nicht kompatibel sind mit unserem Leben. Ausserdem werden meiner Ansicht nach in der Hundeausstellung leider auch Dinge mitbewertet, die NICHT dem Rassestandard eines Hundes entsprechen (Kleidung des Ausstellers, Teilnahmehäufigkeit an Ausstellungen, Erfahrung des Ausstellers, Frisur des Tieres…) Ich fühle mich leider sehr unwohl in diesem Rummel, deshalb stelle ich ungern und eigentlich nur aus, um nicht in die Kategorie zu fallen: «traut sich nicht ihre Hunde dem kritischen Urteil eines Richters zu präsentieren».

Ich möchte klarstellen, dass mir Pudel in Ausstellungsschuren durchaus gefallen und ich die Arbeit der Pudelhalter- und aussteller bewundere. Ich gehe aber grundsätzlich davon aus, dass Hunde mit korrekter Ahnentafeln, die korrekt gezüchtet wurden und die Gentests und Gesundheitstest vorweisen können, eigentlich dem Rassestandard entsprechen müssten und es bei Ausstellungen letztlich mehr um Preise und Titel geht.

Hundeausstellung
Pflege des Pudels
Fell bürsten:

Ein wöchentliches Bürsten und die Überprüfung ob mit einem Kamm beugt Verfilzungen vor.

Ein Sprüh-Conditioner erleichtert die Fellpflege, indem er Ziepen verhindert und dem Fell Glanz und Feuchtigkeit verleiht. Zum Entfernen von Knoten empfiehlt sich ein Entfilzungsspray.

Fell waschen: 
Ein monatliches Bad reicht in der Regel aus, um den Hund sauber zu halten. Die Verwendung hochwertiger, speziell für Hunde entwickelter Pflegeprodukte sorgt für eine optimale Fell- und Hautpflege.
Augen:
Wenn die Tränensäcke "Popel" haben oder dunkle Flecken aufweisen, können diese vorsichtig mittels geeigneten Lösungen, die die Augen nicht reizen, aufgeweicht und/oder gereinigt werden. 
Ohren:
Die regelmäßige Pflege (Zupfen und Putzen) der Ohren ist wichtig, um Reizungen und Beschwerden vorzubeugen.
Zähne:
Regelmäßiges Zähneputzen hilft, die Bildung von Zahnstein zu verhindern oder zu vermindern.

Infos mit freundlicher Genehmingung vom spanischen Pudelclub (C.A.C.) 

https://caniche.club