Ein liebevoller Start für ein Leben voller Vertrauen

 

Transport - Welpen nach Hause holen

 

Um den Welpen sicher nach Hause zu transportieren, empfiehlt sich eine stabile und gut verarbeitete Hunde-Transportbox. Damit er in seinen ersten Momenten ohne seine Mutter und Geschwister einen vertrauten Geruch erfährt gebe ich jedem Welpen ein Stück eines Tuches mit, worauf die Geschwister mit der Mutter geschlafen oder womit sie spielend gezergelt haben. Dieses Stück Decke oder Tuch wird in die Transportbox gelegt, um dem Welpen den Transport angenehmer zu machen. Ich gebe für den Transport ebenfalls eine Nässeschutzunterlage mit.

 

Ankommen im neuen Zuhause – die ersten Tage mit Ihrem Pudelwelpen

 

Für den kleinen Pudelwelpen bedeutet dieser Tag eine gewaltige Veränderung. Alles, was er bisher kannte, ist zurück geblieben. Stattdessen eröffnet sich eine völlig neue Welt.

 

Pudel sind sensible, hochintelligente und sehr menschenbezogene Hunde, daher ist es in den ersten Tagen besonders wichtig, dass dem Welpen mit Geduld, Liebe und klarer Führung begegnet wird. So wird der Grundstein für Vertrauen und eine tiefe Bindung, die ein Leben lang hält, gelegt.

 

 

Den Namen liebevoll verknüpfen

 

Ich spreche die Welpen, sofern bereits bekannt, immer frühstmöglich mit ihrem von der neuen Familie gewählten Namen an. Ihr Welpe wird bald verstehen, dass sein Name etwas Schönes bedeutet. Führen Sie diese liebevolle Verknüpfung weiter fort. Sie könne in ruhigen Momenten, ihn streichelnd seinen Namen sagen oder in spielerischen Momenten wenn er lebendig und aufmerksam mit einem Spielzeug locken und dabei ebenfalls seinen Namen sagen... Auch mit Belohnung (Leckerli) verknüpft wird er schnell begreifen, dass der Klang seines Namens Gutes ankündigt.

 

Wichtig! Sagen Sie den Namen immer liebevoll und positiv. Wenn er einmal etwas anstellt benutzen Sie ein neutrales „Nein“ oder „Aus“.

 

Stubenreinheit – kleine Schritte mit viel Geduld

 

Die Stubenreinheit gehört zu den ersten und wichtigsten Lernschritten. Pudelwelpen sind klug und lernfreudig, aber sie brauchen unsere Hilfe, um zu verstehen, wo sie sich lösen dürfen.

 

Ein Welpe muss sich meist nach jeder Aktivität lösen, nach dem Fressen, dem Spielen, dem Schlafen… Deshalb ist es ratsam, den Kleinen immer nach solchen Aktivitäten direkt an seinen Löseplatz zu bringen. Anzeichen wie Unruhe, Schnüffeln am Boden oder im Kreis drehen sind sichere Hinweise dafür, dass der Kleine muss. Nehmen Sie ihn sofort hoch oder begleiten Sie ihn zügig zum vorgesehenen Löseplatz. Sobald er fertig ist, loben Sie ihn leise, streicheln ihn oder geben ein kleines Leckerli. Sofern es mit einem Wurf von Welpen möglich ist, üben wir auch diesen Schritt bereits hier nach dem Spielen, Fressen und Schlafen.

 

Auch nachts muss Ihr Pudelwelpe in den ersten Wochen noch hinaus. Bringen Sie ihn direkt vor dem Schlafengehen nach draussen. Wenn er nachts unruhig wird oder fiept, nehmen Sie ihn sofort zum Löseplatz – ohne Spiel, ohne grosses Aufheben. Nur Geschäft erledigen und wieder zurück.

 

Steht seine Schlafgelegenheit in Ihrem Schlafzimmer, hören Sie, wenn er sich meldet. Pudelwelpen suchen die Nähe ihrer Menschen und fühlen sich in Ihrer Gegenwart sicherer.

 

Die Hundebox – ein sicherer Hafen für Ihren Pudelwelpen

 

Manche Menschen haben Vorbehalte, wenn es um eine Hundebox geht. Doch für Pudel ist sie kein Käfig, sondern eine kleine, gemütliche Höhle, die ihnen Sicherheit gibt. Sie schenkt dem Pudel einen festen Rückzugsort, wenn es mal zu viel Trubel gibt, schützt ihn, wenn er kurz unbeaufsichtigt bleiben muss und vermittelt Ruhe, wenn der kleine Wirbelwind mal „überdreht“.

 

Um den Welpen an die Hundebox zu gewöhnen, geht man Schritt für Schritt vor.

 

Eine weiche Decke und ein getragenes Kleidungsstück reinlegen, damit der vertraute Geruch den Welpen beruhigt. Die Türe zunächst offen stehen lassen, den Welpen mit Spielzeug oder Leckerli hineinlocken, ohne Zwang. In ruhigen Momenten, wenn der Welpe müde ist, kann man ihn sanft hinensetzten und schlafen lassen.

 

Steht die Box Nachts im Schlafzimmer fühlt sich der Welpe nicht allein und man merkt sofort, wenn er raus muss.

 

Mit Geduld und liebevoller Konsequenz wird Ihr Pudel seine Box bald von selbst aufsuchen, wenn er Ruhe braucht.

 

Bindung aufbauen – Herzstück der ersten Tage

 

Pudel sind bekannt für ihre starke Bindung zum Menschen. Schon in den ersten Tagen beginnt der kleine Hund, sich an Ihnen zu orientieren. Nutzen Sie diese Phase. Setzen Sie sich oft zu ihm auf den Boden, damit er Nähe und Sicherheit spürt. Sprechen Sie sanft mit ihm – Pudel reagieren stark auf die Stimme und deren Tonfall. Spielen Sie kleine Spiele, die nicht überfordern, sondern Nähe und Vertrauen fördern. Lassen Sie ihn spüren: Sie sind sein Mensch, auf den er sich verlassen kann.